Die Klinik im Pressespiegel, eine Übersicht: Die Psyche spielt eine große Rolle Der Psychologe Jürgen K. Baum leitet den Bereich Verhaltensmedizin / Psychotherapie an der Reha-Klinik Hoher Meissner in Bad Sooden-Allendorf. (Schrot & Korn , bio verlag gmbh 9.10.2008) Nicht nur die Lage ist top (HNA vom 10.09.2008) Noch ist Heilung unmöglich (HNA vom 23.04.2008) Reha ist die Basis (HNA, 02. April 2008), Bad Sooden-Allendorf.
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Dystonie - jenseits von Botulinumtoxin und Hirnstimulation

(Dystonie aktuell, Herbst 2007)

...dies war der Titel einer Veranstaltung in der Klinik Hoher Meissner in Bad Sooden-Allendorf am 14. Juli 2007.
Dr. Carsten Schröter, Chefarzt der Neurologischen Abteilung konnte gemeinsam mit Ute Kühn, stellvertretende Vorsitzende der DDG, viele Dystonie-Betroffene,Therapeuten, weitere Interessierte sowie den Vorsitzenden der DDG, Günther Klupp, im Vortragssaal der Klinik begrüßen.

Im ersten Vortrag berichtete PD Dr. Dirk Dressler, Oberarzt der neurologischen Abteilung der Universitätsklinik Rostock, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der DDG und Mitorganisator der Veranstaltung, über die Gefahren von Betrug und Paramedizin. In einer Fallstudie schilderte er das Schicksal eines Patienten, der lediglich mit der Frage nach Möglichkeit und Wirksamkeit einer Akupunktur-Behandlung einen Arzt aufsuchte, am Ende jedoch durch dubiose Untersuchungen und Erfolgsversprechungen mit einer fünfstelligen Honorarforderung konfrontiert und um diesen Betrag ärmer wurde

Dr. Fereshte Adib, Expertin für Bewegungsstörungen und tätig in der Abteilung für Neurologie der Asklepios Klinik Nord und in nervenärztlicher Niederlassung in Hamburg, berichtete über das von ihr initiierte Modellprojekt 'Vernetzte Dystonietherapie - Interdisziplinärer Arbeitskreis Bewegungsstörungen in Hamburg'. Sie schilderte dabei, wie effektiv und fruchtbar verschiedene medizinische Fachdisziplinen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Krankenpfleger bei ihren regelmäßigen Treffen zusammenarbeiten, um die Therapie von Dystonien und anderen Bewegungsstörungen zu verbessern. Im Einzelnen geht es darum, gemeinsam Therapiekonzepte und Therapiestandards zu entwickeln, Therapieeffekte standardisiert zu erfassen und zu kommunizieren und Netzwerke aufzubauen, um Synergieeffekte zu nutzen und möglichst jedem Patienten ein optimales Therapieangebot zukommen zu lassen.

Ineke de Jongh, Lehrerin für Alexander-Technik aus Kassel, stellte diese Entspannungstherapie in Theorie und Parxis vor. Viele der Zuhörer hatten vorher noch nie von dieser Methode gehört. Sie hörten ganz gespannt zu und einige 'opferten' sich, um diese Technik in der Praxis kennen zu lernen. Die Wahrnehmungen waren ganz unterschiedlich. Während die eine Probandin sich sehr entspannt und gut fühlte, erklärte die andere, dass sie gar nichts spüre. Dies zeigte wieder einmal, dass jeder für sich selbst erspüren und erkunden muss, was ihm gut tut.

Nach einem stärkenden Mittagessen, das die Klinikküche bereitet hatte, wurde die Vortragsreihe durch Dr. Harald Gorr, Leiter der Selbsthilfegruppen der DDG, fortgesetzt.
In einer Präsentation stellte er die Arbeit in und mit den regionalen Selbsthilfegruppen der DDG vor. Er erläuterte die unterschiedlichen Strukturen der einzelnen Gruppen und beleuchtete die Frage:"was ist Selbsthilfe?".

'Der Weg zur Beantragung einer Reha - und was erwartet mich dort" war der Titel des Vortrags von Dr. Schröter. Was muss ich unternehmen, um eine Reha zu erhalten? Wo und wie muss ich den Antrag auf eine Reha stellen? Wenn eine Reha bewilligt wird, was erwartet mich dort? Was wird mit mir dort gemacht? Was kann ich von einer Reha erwarten? Dies sind allesamt Fragen, auf die die Zuhörer Antwort bekamen. Sicher hat so mancher dabei den Entschluss gefasst, eine Reha zu beantragen.

Zum Abschluss standen alle Referenten des Tages in einer Talkrunde den Teilnehmer zur Beantwortung ihrer Fragen zur Verfügung. Diese Möglichkeit wurde sehr rege genutzt. Zu allen Themen war noch viel Informationsbedarf vorhanden.
Die eine oder andere Frage musste allerdings unbeantwortet bleiben, denn viel zu schnell ging die Zeit vorüber und die lecker zubereiteten Salate und das Grillfleisch wartete schon auf uns. Bei herrlichem Sommerwetter trafen sich die Teilnehmer auf dem Marktplatz vor dem Ratskeller in Allendorf zu einem Grillfest, das PD Dr. Dressler wieder - wie schon im vergangenen Jahr - hervorragend 'eingefädelt' hatte.

Im wunderschönen Ambiente des mittelalterlichen Städtchens mit seinen vielen Fachwerkhäusern, verwöhnt von 'Mägden' und 'Knechten' des Ratskellers mit 'Labsal für Kehle und Magen', ließen wir den Tag ausklingen.

Danke an alle, die an der Durchführung und am Gelingen dieses Tages beteiligt waren.

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