

Organisatoren und Referenten: von links: Dr. Carsten Schröter (Klinik Hoher Meissner),
Prof. Dr. Peter Young, Dr. Clemens Neusch (Uni Göttingen) und Petra Hatzinger
(HNA vom 23.04.2008)
Bad Sooden-Allendorf.
Das Interesse an Informationen über die Muskelschwund-Erkrankungen war riesengroß. Der Vortragssaal der Klinik Hoher Meißner, in dem die Tagung für Patienten mit HMSN (hereditäre sensomotorische Neuropathie) stattfinden sollte, reichte nicht aus, also zog man kurzerhand um.
Astrid Goebel vom Stadtmarketing konnte helfen und stellte den Wappensaal zur Nutzung bereit. Am Ende war auch der voll: 163 Interessenten füllten den Raum. Sie kamen aus der Region oder gar aus Tübingen, Lübeck, Aachen und Berlin.
Initiiert hatten die Tagung Dr. Carsten Schröter, Chefarzt der Neurologie in der Klinik Hoher Meißner, und Petra Hatzinger, Kontaktperson der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM).
Dr. Clemens Neusch, Sprecher des Muskelzentrums der Universität Göttingen, und Prof. Dr. Peter Young, Leitender Oberarzt der Neurologischen Universitätsklinik Münster und Leiter der größten HMSN-Ambulanz in Deutschland, beteiligten sich als Referenten.
Dr. Neusch berichtete über die Symptome und Folgen sowie die genetischen Grundlagen der HMSN. Prof. Young informierte über eigene zuvor noch nicht veröffentliche Untersuchungen zu Schlafstörungen bei HMSN. So wurde das Schlaf-Apnoe-Syndrom bei Patienten mit dieser Erkrankung viel häufiger gefunden als in der gesunden Kontrollgruppe. Young berichtete auch über Therapiestudien.
Bislang gibt es keine medikamentöse Behandlung, die die Erkrankung aufhalten kann.
Wichtig ist für Patienten mit HMSN die regelmäßige Krankengymnastik, eventuell auch Ergotherapie. Dr. Carsten Schröter berichtete abschließend über die Rehabilitation bei HMSN. Die Neurologische Abteilung der Klinik Hoher Meißner hat sich einen bundesweiten Schwerpunkt in der Rehabilitation neuromuskulärer Erkrankungen erarbeitet.
Schröter stellte internationale Studien und eigene Fallberichte zum Effekt der Behandlungen vor. Anschließend gab es noch eine Führung durch die Klinik Hoher Meißner.
Die Veranstalter waren am Ende rundum zufrieden. (tko)
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Aktualisiert am 24.02.2009