Die Klinik im Pressespiegel, eine Übersicht: Die Psyche spielt eine große Rolle Der Psychologe Jürgen K. Baum leitet den Bereich Verhaltensmedizin / Psychotherapie an der Reha-Klinik Hoher Meissner in Bad Sooden-Allendorf. (Schrot & Korn , bio verlag gmbh 9.10.2008) Nicht nur die Lage ist top (HNA vom 10.09.2008) Noch ist Heilung unmöglich (HNA vom 23.04.2008) Reha ist die Basis (HNA, 02. April 2008), Bad Sooden-Allendorf.
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Wenn einen der Schlag trifft

Selbsthilfegruppe macht Betroffenen Mut und hilft in schwieriger Situation
(HNA, 29.11.2003)

ESCHWEGE: Nach einem Schlaganfall ist nichts mehr wie es war. Dieser Slogan der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe gibt deutlich wieder, wie umfassend sich das Leben nach einem Schlaganfall ändern kann. Es gibt in Deutschland pro Jahr schätzungsweise 200000 an einem Schlaganfall neu erkrankte Personen, über eine Millionen Menschen mit den mehr oder weniger Folgen.
Im Gegensatz zu langläufigen Meinungen sind nicht nur ältere Menschen betroffen, die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten. Fragen wie Pflege des Betroffenen, wie man einen zweiten Schlaganfall vorbeugen kann und viele können von behandelnden Ärzten und auch Sozialarbeitern nicht immer erschöpfend beantwortet werden. Deshalb sind in den vergangenen Jahren verstärkt Selbsthilfegruppen entstanden, auch im Werra-Meissner-Kreis.
Im Frühjahr 2000 war das der Fall, spontan fanden sich 35 Mitglieder, heute sind es über 50. Der eingetragene Verein ist als gemeinnützig anerkannt und heißt Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Werra-Meissner: Mitglied werden können betroffene Personen und deren Angehörige, der Jahresbeitrag beträgt 20 Euro, für Ehepaare fällt der Betrag nur einmal an. Ziele der Gruppen sind:

  • Erwerb von Informationen über medizinische Grundlagen, Pflegegesetz und Schwerbehindertengesetz,
  • Austausch über Probleme der Angehörigen, über Pflege und Hilfsmittel sowie über den Umgang mit Kostenträgern,
  • Aufbau von Therapiegruppen (Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie),
  • Herauskommen aus der Isolation,
  • Schaffen einer Lobby für Behinderte,
  • Information der Umwelt über Probleme der Behinderten,
  • Schaffen einer behindertengerechten Umwelt.

Die Arbeit ist mittlerweile gut angelaufen, weiß Bettina Lange aus Langenhain, betroffene Ehefrau und Beisitzerin im Vorstand. Die Vortragsveranstaltungen finden in der Regel am ersten Dienstag eines Monats um 19.00 Uhr im Veranstaltungssaal der Klinik Hoher Meissner in Bad Sooden-Allendorf statt. Dabei findet zunehmend nicht nur ein Austausch über die Probleme im Zusammenhang mit einem Schlaganfall statt, sondern auch ein freundschaftlicher "Klönschnack".
Therapiegruppen finden wöchentlich (Krankengymnastik) oder alle zwei Wochen (Ergotherapie) in der Klinik Hoher Meissner statt. Benötigt wird eine Verordnung des Hausarztes, die dessen Budget nicht belastet. Eine Gruppe von Logopädie wird voraussichtlich im kommenden Jahr gegründet. Die Therapien sollen die des Einzelnen nicht ersetzen, sondern ergänzen und helfen, schon Erreichtes zu erhalten und zu verbessern.
Auch gemeinsame Fahrten werden unternommen, die Nützliches mit dem Angenehmen verbinden wie beispielsweise der Besuch einer gleichgesinnten Gruppe in Höxter.
Im Mittelpunkt der gemeinsamen Unternehmungen stehen die gegenseitige Unterstützung, Motivation, Stärkung und Information und das Voneinander-Lernen durch den Erfahrungsaustausch.
Besonders gelegen ist der Selbsthilfegruppe daran, auf das Thema "Schlaganfall" aufmerksam zu machen. Es sei wichtig, dass jeder die Hinweise kennt und weiß, was zu tun ist, wenn ein Schlaganfall auftritt und wie ihm vorzubeugen ist.

Die Aktivitäten der Gruppe haben bereits in kurzer Zeit Anerkennung gefunden, nicht nur bei den Menschen, die sich dort in guten Händen wissen. Im November 2002 erhielt die Vorsitzende Frau Margot Witzel aus Abterode stellvertretend für die ganze Gruppe den Sozialpreis des Werra-Meissner-Kreises. Er wurde übergeben von Landrat Dieter Brosey für das ehrenamtliche Engagement, anderen Menschen in Not zu helfen.

Wer in der Selbsthilfegruppe mitarbeiten oder Mitglied werden möchte kann Kontakt aufnehmen mit
Margot Witzel (05657/1481) oder mit
Dr. Schröter in der Klinik Hoher Meissner (05652/550),

Von Helmut Mayer

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