Der Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns, bedingt durch eine Störung der Durchblutung oder einer Blutung in das Gehirn hinein. Typische Zeichen eines Schlaganfalls sind plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen ...
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Schlaganfall-Erkrankungen

Der Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns, bedingt durch eine Störung der Durchblutung oder einer Blutung in das Gehirn hinein. Typische Zeichen eines Schlaganfalls sind plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen oder Gefühlsstörungen einer Körperhälfte, Einengung der Gesichtsfelder (Hemianopsie), Doppeltsehen, Gangunsicherheit, Stürze ohne erkennbare Ursache, akut auftretender Schwindel, Sprachstörungen oder Schluckstörungen. Schlaganfälle stellen den wichtigsten Faktor für Langzeitbehinderung in Europa dar. Es wird angenommen, dass in Deutschland ca. 200.000 Personen jährlich an einem Schlaganfall neu erkranken und ca. 1.000.000 Menschen mit den Folgen eines Schlaganfalls leben. Ausführlich wird über die verschiedenen Arten des Schlaganfalls, die Symptome und Ursachen, die Vorbeugung und die Rehabilitation auf unseren unten angegebenen Seiten informiert.

Nach einem Schlaganfall ist alles anders.

Mit diesem Slogan der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe wird alles ausgedrückt. Das ganze Leben ändert sich - für die ganze Familie. Dennoch ist dies kein Grund zur Resignation. Es liegt je nach Ausmaß der Funktionsstörung viel Arbeit vor dem Patienten. Diese kann er nicht alleine bewältigen. Dabei muss ihm die Familie mit Rat und Tat helfen, unbedingt benötigt er aber auch ein in der Schlaganfall-Rehabilitation erfahrenes Team.

In der Rehabilitation sind insbesondere folgende Funktionsstörungen zu berücksichtigen:

  • Hemiparese = Lähmungen einer Körperhälfte
  • Hemihypästhesie und -algesie = Gefühlsstörungen einer Körperhälfte
  • Gesichtsfeldstörungen
  • Lagesinnstörung einer Körperhälfte
  • Spastik = Krankhafte Erhöhung der Spannung der Muskulatur
  • Neglect = Vernachlässigung einer Körper- oder Raumhälfte
  • Apraxie = Störung der zielgerichteten Bewegungsabläufe
  • Schmerzhafte Schulter
  • Störungen von Gedächtnis und Konzentration
  • Störungen der Raumorientierung
  • Schwellungen (Ödeme) der paretischen (=gelähmten) Arme und Beine
  • Krankheitsverarbeitungsstörungen

Zur Rehabilitation ist ein interdisziplinär arbeitendes Team aus Ärzten, Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeitern und Psychologen notwendig. Ziele der Therapie sind eine möglichst gute Selbständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens und eine Wiedereingliederung in die früheren sozialen Bezüge in Familie und Beruf. Die rehabilitative Behandlung ist oft direkt nach dem Schlaganfall als Anschlussheilbehandlung oder Anschlußheilmaßnahme notwendig. Kostenträger sind bei bisher Berufstätigen je nach Schwere der Erkrankung die Krankenkassen oder die Rentenversicherungsträger, also DRV-Bund oder LVA, bei nicht mehr Berufstätigen die Krankenkassen.

Wenn eine weitere Besserung im weiteren Verlauf erwartet wird oder Funktionen sich wieder verschlechtert haben, kann eine erneute Rehabilitation in deutlich kürzeren Abständen erfolgen als alle vier Jahre, beispielsweise nach einem Jahr nach dem Auftreten des Schlaganfalls. Mit einem entsprechenden Antrag durch den Hausarzt oder betreuenden Neurologen wendet man sich an den zuständigen Kostenträger. Für Berufstätige ist der zuständige Kostenträger der Rentenversicherungsträger, also DRV-Bund oder LVA. Geht es bei der Reha-Maßnahme nicht um den Erhalt der Arbeitsfähigkeit, ist die Krankenkasse anzusprechen.

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Formulare

... zur Übernahme der Kosten der Rehabilitation durch den entsprechenden Kostenträger finden Sie hier als PDF-Dokumente:

Siehe auch:

Ausführliche Informationen

über Häufigkeit, Symptomatik, Ursachen, Diagnostik und Therapie sowie Nachsorge des Schlaganfalls finden Sie auf unseren Seiten:

 

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